1. Vom Rückgabeautomaten zur Umsatzmaschine
Leergutrücknahmeautomaten zählen mittlerweile zu den meistbesuchten Servicestellen in Supermärkten, Getränkemärkten und Filialbetrieben. Leergutrücknahme ist Routine. Doch genau hier liegt Potenzial: Wo Kund:innen stehen, warten und interagieren, entsteht Aufmerksamkeit. Diese wenigen Sekunden am Automaten sind eine wichtige Kontaktfläche – mit enormer Reichweite, klarer Zielgruppe und messbarer Wirkung. Im Handel zählt jeder Sichtkontakt. Wer in diesem Moment Entertainment, Information oder Incentives anbietet, verlängert die Customer Journey – und steigert den Umsatz.
2. Was ist ein Leergutrücknahmesystem und warum hat es Marketing-Potenzial
Ein Leergutrücknahmesystem erkennt und sortiert Pfandflaschen, gibt Bons aus und ist an das Kassensystem gekoppelt. Moderne Systeme verfügen zusätzlich über digitale Bildschirme oder Content-Module, die zentral bespielt werden können.
Damit wird aus einer technischen Infrastruktur ein Retail-Media-Touchpoint. Der Rücknahmeautomat wird Teil des Kommunikationsnetzes im Store – ähnlich wie Self-Checkout-Terminals oder Digital-Signage-Displays.
3. Mehr als einfache Promotion: Vom Pfandbon mit der Customer Journey zur Imagepflege
Klassische Promotions enden meist im Regal. Doch die Rückgabe bietet den perfekten Moment für Markenbindung: Kund:innen sind aktiv, aufmerksam und emotional beteiligt („Ich bekomme mein Pfand zurück“).
Entertainment-Elemente – kurze unterhaltsame Promotion, Gewinnspiele oder Spendenaktionen – verlängern diesen Moment und verknüpfen Nachhaltigkeit mit Markenerlebnis. Wer hier sichtbar ist, kann seine Marke positiv aufladen, Impulskäufe generieren und Umsätze am POS pushen.
Aber dieser Touchpoint bietet Händlern weitaus mehr. Hier können Kunden Events und Stellenausschreibungen beworben sowie Kunden-Services kommuniziert werden. Getreu dem Motto „Tue Gutes und rede darüber, hier ist am Leergutautomat genau der richtige Platz, die eigenen ehrenamtlichen Engagements und Sponsoring-Projekte ins richtige Licht zu stellen.
Einfach mal was für die Imagepflege tun!
4. Zusätzlicher Großformatbildschirm vs. Integrierter Bildschirm – welche Werbung wirkt am Besten am Leergutrücknahmeautomaten achten
Kurz gesagt: Ein integriertes Display aktiviert und konvertiert, der Großbildschirm informiert und emotionalisiert. Wer beides kombiniert, nutzt die Rückgabezone optimal – mit Aufmerksamkeit im Umfeld und direkter Handlung am Gerät.
Ein Großformatbildschirm neben dem Leergutrücknahmeautomaten zieht schon aus der Distanz Aufmerksamkeit auf sich. Kund:innen sehen die Inhalte, bevor sie überhaupt mit der Rückgabe beginnen. Das schafft Reichweite, Sichtbarkeit und Markenpräsenz – weit über den eigentlichen Nutzer des Automaten hinaus.
Die Fläche eignet sich ideal für emotionales Storytelling, Imagewerbung und saisonale Kampagnen. Bewegte Bilder, starke Markenbotschaften und Promotions in großem Format prägen sich besser ein als kurze Botschaften auf kleinen Displays. Der Großbildschirm wirkt wie ein digitales Plakat mit hoher Strahlkraft und Wiedererkennung am POS.
Technisch ist die Lösung einfacher zu implementieren und zentral zu steuern. Sie lässt sich in bestehende Digital-Signage-Systeme einbinden, ohne in die Automaten-Software einzugreifen. Wartung und Austausch von Inhalten sind unkompliziert, die Skalierung über viele Filialen ist schnell möglich.
Das integrierte Display bietet Nähe und Interaktion – der Großbildschirm hingegen bietet Reichweite, Interaktion und maximale Sichtbarkeit. Wer Aufmerksamkeit im gesamten Rückgabebereich schaffen will, setzt auf den Großformatbildschirm als starken, emotionalen Touchpoint im Markt.
5. Content Ideen für Leergutautomat-Promotion
Rücknahmeautomaten bieten Einzelhändlern die Chance, mit Sichtbarkeit und Entertainment direkt am Touchpoint nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch Umsatz zu generieren. Werben Sie dort, wo viele Kunden garantiert einen Moment verweilen – die Interaktionsrate ist top, die Öffnungsrate der Werbefläche liegt faktisch bei 100%. So verwandeln Sie Ihre Leergutrücknahme in einen profitablen Kanal für Marken- und Handelswerbung.
Rücknahmeautomaten mit integriertem Bildschirm oder im Umfeld des Automaten installierten Großformat-Bildschirmen bieten vielfältige Optionen:
- Digital Signage auf Großformatbildschirmen
- Produkt-Angebote mit regionaler und zeitlicher Steuerbarkeit
- Cross-Promotion – z.B. für neue Getränke, Mehrwegkampagnen oder Nachhaltigkeitsspots
- Markenbotschaften: Kurze Spots, saisonale Kampagnen oder Nachhaltigkeitskommunikation.
- Imagevideos
- Industrieseitig finanzierte Retail Media Kampagnen
- Kommunikation von Spendenaktionen: Kunden können Pfandbeträge für gemeinnützige Projekte spenden.
- Direkt am Automaten und auf dem integrierten Automaten-Display
- Loyalty-Integration: Treuepunkte-Sammeln mit Verbindung zu Kundenkarten oder Retail-Apps für Bonuspunkte.
- Gewinnspiele: QR-Codes oder Touch-Interaktionen direkt am Automaten aktivieren spielerische Beteiligung. (Bon-Druck mit Code oder via App)
- Coupons und Rabatte: Direkt nach der Rückgabe personalisierte Angebote drucken oder digital bereitstellen.
Jede Interaktion schafft messbare Datenpunkte für Retail-Media-Analysen. Durch die Vernetzung mit Warenwirtschaft, Loyalty-Programmen und CRM lassen sich Promotions gezielt personalisieren, auswerten und optimieren.
Empfehlung: Content regelmäßig wechseln, jahreszeitliche Themen nutzen und Kampagnen mit Social-Media-Mechaniken (Hashtags, Challenges) verknüpfen.
6. Technische Umsetzung: Integration in bestehende Systeme
Für die IT-Abteilung ist entscheidend, wie sich die Rücknahmehardware in die vorhandene Infrastruktur einfügt und ob zusätzliche Software benötigt wird. Händler, die Ihre Preis- und Werbekommunikation bereits mit einem professionellen Software-Tool steuern, können zusätzliche Bildschirme im Bereich der Leergutrückgabe-Automaten und integrierte Bildschirme meist problemlos als Ausgabemedium hinzufügen. Eine im Handel etablierte Softwareplattform ist beispielsweise PRESTIGEenterprise.
- Hardware: Automaten mit integriertem Display oder/ und Großformatbildschirm als Zusatzmodul.
- Software: Zentrales CMS zur Content-Steuerung (API-basiert), z.B. PRESTIGEenterprise
- Anbindung: Integration in Retail-Media-Plattformen, Loyalty-Systeme oder CRM.
- Sicherheit: DSGVO-konforme Datenerfassung, keine personenbezogenen Daten ohne Zustimmung.
Hier entsteht die Schnittstelle zwischen Technologie und Marketingkommunikation – entscheidend für Skalierbarkeit über viele Filialen.
7. So gestalten Sie die Getränkewerbung richtig – Rechtliche Vorgaben, wirksame Designelement
Werbung an Rücknahmeautomaten unterliegt gesetzlichen Vorschriften und sollte sich zudem an Neuromarketing-Aspekten orientieren. Letztere beeinflussen die Kaufentscheidungen meist unterbewusst, und folgen optimalerweise den Corporate Design-Vorgaben.
Design beeinflussen Kaufentscheidungen in nicht unerheblichem Maße: Farben, Formen, Symbole und Schriftarten lösen Emotionen aus, kontrastreiche Farben erhöhen die Kaufchance. Zum Neuromarketing gehören jedoch auch Preisaktionen, zeitlich begrenzte Angebote und Rabatte, die das Belohnungssystem aktivieren oder Empfehlungen, die den Herdentrieb fördern. Digitale Displays mit interaktive Elemente lenken über ihre Strahlkraft die Aufmerksamkeit der Kunden am POS auf sich.
Pflichtangaben (müssen immer draufstehen)
Zu den Pflichtangaben für Getränke im Supermarkt gehören Name, Zutaten, Allergene, Nettofüllmenge, Mindesthaltbarkeitsdatum, Hersteller/Adresse, Losnummer, Nährwerte. Je nach Getränk ggf. Alkoholgehalt, Koffeinwarnung, Süßungsmittelhinweis, Fruchtgehalt oder Mineralwasser-Infos. Optional: Herkunft, Pfand/Recycling, Marketingtexte.
- Verkehrsbezeichnung
→ Was ist es genau? (z. B. „Orangensaft“, „Mineralwasser mit Kohlensäure“, „Erfrischungsgetränk mit Zitronengeschmack“) - Zutatenverzeichnis
→ Alle Zutaten in absteigender Reihenfolge nach Gewicht.
→ Zusatzstoffe müssen klar benannt sein (z. B. „mit Farbstoff“, „mit Süßungsmittel“). - Allergene
→ Müssen deutlich hervorgehoben werden (z. B. fett oder großgeschrieben). - Nettofüllmenge
→ z. B. „0,5 l“, „1 l“, „330 ml“. - Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD)
→ „Mindestens haltbar bis …“ oder bei sehr kurz haltbaren Produkten „Verbrauchen bis …“. - Name und Anschrift des Lebensmittelunternehmers
→ Hersteller, Abfüller oder Importeur, der in der EU ansässig ist. - Losnummer (Chargenkennzeichnung)
→ Dient der Rückverfolgbarkeit. - Nährwerttabelle
→ Pro 100 ml: Brennwert, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, Salz.
Zusätzliche Pflichtangaben – je nach Getränketyp
- Alkoholische Getränke (>1,2 Vol.-%)
→ Alkoholgehalt in Volumenprozent: „Alk. 5,0 % vol“. - Koffeinhaltige Getränke
→ Warnhinweis: „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen.“ - Getränke mit Süßungsmitteln
→ Hinweis: „Mit Süßungsmitteln“ oder „Enthält eine Phenylalaninquelle“ (bei Aspartam). - Fruchtsäfte, Nektare, Erfrischungsgetränke
→ Mindestfruchtgehalt (z. B. „Fruchtgehalt: 10 %“). - Mineralwasser
→ Anerkannte Quellbezeichnung, Analysewerte, Ort der Quelle, ggf. „mit Kohlensäure versetzt“.
Optional (aber üblich im Supermarkt)
- Herkunftsangabe (z. B. „Hergestellt in Deutschland“)
- Recyclinghinweise oder Pfandsymbole
- Marketingtexte, Slogans, Serviervorschläge
Ein gut aufgesetztes Content-System stellt sicher, dass alle Filialen rechtlich konform bespielt werden.
8. Leergutrücknahme als Teil der Retail-Media-Kampagnenvergabe
Retail Media wächst stark – und jede neue Fläche zählt. Durch digitale Anbindung und programmatische Steuerung werden Leergutautomaten zu Buchungsflächen für Retail Media. Werbeanzeigen, Promotion-Codes und sogar Sponsoring erfolgreicher Mehrwegkampagnen laufen zentralisiert und markenkonform über alle Touchpoints. Für den Händler bieten sich neue Erlösquellen und für das Marketing ein wertvoller analytischer Datenstrom – die Leergutrückgabe wird zur echten Performance-Fläche und Innovationsmotor im stationären Handel. Der Rückgabeautomat bietet Marken eine hochfrequentierte, datengestützte Werbefläche, die messbar zur Conversion beiträgt. Zentrale Kampagnensteuerung binden Rücknahmeautomaten in bestehende Retail-Media-Netzwerke ein. So wird aus der Leergutrückgabe ein fester Bestandteil der Werbekommunikation am POS.
9. Fazit: Vom Pfand zur Profitzone
Wer als Händler heute Umsatzpotenziale sucht, darf die Rückgabezone nicht länger ignorieren.
Die Verbindung von Nachhaltigkeit, Kundenerlebnis und Retail Media macht den Rücknahmeautomaten zu einem strategischen Touchpoint im Store.
👉 Kurz gesagt:
- Jeder Pfandautomat kann Umsatz generieren.
- Digitales Entertainment steigert Verweildauer und Markenwahrnehmung.
- Clevere Werbung und technische Integration machen sie zum Umsatz- und Imagetreiber für Filialisten.
- Wichtig: Kreativität und Rechtssicherheit müssen stets Hand in Hand gehen.
- Einbindung in Retail-Media-Kampagnen macht die Pandrückgabe zum Profit-Center.
Wer jetzt handelt, sichert sich Sichtbarkeit – genau dort, wo Kund:innen ohnehin stehen: am Rückgabeautomaten.