Menüboard: Digitale Speisekarten für Gastronomie und Handel

Ein neues Tagesgericht, geänderte Preise oder eine kurzfristige Aktion – mit klassischen Speisekarten bedeutet jede Änderung zusätzlichen Aufwand. Digitale Menüboards schaffen hier Abhilfe: Inhalte lassen sich zentral steuern, innerhalb weniger Minuten aktualisieren und gezielt an unterschiedliche Standorte oder Tageszeiten anpassen.

Ein Menüboard ist eine digitale Anzeigetafel, auf der Speisen, Getränke, Preise und aktuelle Angebote dargestellt werden. Anders als gedruckte Aufsteller oder Kreidetafeln lassen sich Inhalte jederzeit zentral und ohne physischen Aufwand aktualisieren. Der Begriff leitet sich aus der englischen Bezeichnung für die klassische Speisekarte (menu) ab. Im digitalen Kontext steht er für ein softwaregesteuertes System, das Bildschirminhalte dynamisch verwaltet und ausliefert.

Moderne Menüboards bestehen meist aus Bildschirmen, die zentral gesteuert und flexibel aktualisiert werden können. Sie kommen vor allem in Restaurants, Cafés, Bäckereien, Kantinen, Tankstellen und gastronomischen Bereichen des Einzelhandels zum Einsatz.

Funktionsweise

Digitale Menüboards sind Teil von Digital-Signage-Lösungen. Sie ersetzen gedruckte Speisekarten oder statische Tafeln und ermöglichen eine schnelle Anpassung von Inhalten. Änderungen an Preisen, Aktionen oder Sortimenten können innerhalb weniger Minuten auf allen angeschlossenen Bildschirmen veröffentlicht werden.

Die Inhalte eines digitalen Menüboards werden über eine Software erstellt, verwaltet und an die Bildschirme übertragen. Je nach System können einzelne Standorte, Filialen oder ganze Unternehmensgruppen zentral gesteuert werden.

Typischerweise werden folgende Informationen angezeigt:

  • Speisen und Getränke
  • Preise und Preisänderungen
  • Tagesgerichte
  • Aktionsangebote
  • Produktbilder und Videos
  • Allergene und Zusatzstoffe
  • Saisonale Empfehlungen

Das System besteht aus drei Kernkomponenten:

  • Content-Management-Software (CMS): Hier werden Inhalte – Texte, Preise, Bilder, Layouts – erstellt, organisiert und geplant.
  • Media Player / Hardware: Ein kleines Abspielgerät verbindet das CMS mit dem Bildschirm und spielt die Inhalte aus.
  • Display: Handelsübliche Bildschirme oder Großformatdisplays, die an strategischen Punkten montiert werden.

Viele CMS-Lösungen, wie beispielsweise PRESTIGEenterprise ermöglichen zudem eine zeitgesteuerte Ausspielung. So können beispielsweise morgens Frühstücksangebote, mittags Mittagsmenüs und abends andere Produkte angezeigt werden. In größeren Filialnetzen lassen sich regionale Besonderheiten oder standortspezifische Aktionen berücksichtigen.

Beispiele und typische Einsatzfelder im Einzelhandel

Digitale Menüboards sind längst nicht mehr nur in der klassischen Gastronomie zu finden. Auch der Einzelhandel nutzt die digitalen Speisekommunikation für seine gastronomische Angebote.

Im Einzelhandel finden sie sich in folgenden Kontexten:

EinsatzfeldTypische Inhalte
Bäckereien und BackshopsDarstellung von Frühstücksangeboten, Snacks, Kaffeespezialitäten und saisonalen Produkten.
MetzgereienTagesangebote, Preise, Herkunftsangaben
Präsentation von Mittagsgerichten, Salatbars, Sushi-Angeboten oder Frischetheken.
Supermärkte mit Gastronomiebereich Supermarkt-Cafeteria / BistroSpeisekarte, Wochenmenü, Kalorienangaben
Präsentation von Mittagsgerichten, Salatbars, Sushi-Angeboten oder Frischetheken.
FeinkostTagesangebote, Preise, Herkunftsangaben
Tankstellen und Convenience Stores Tankstellenshop mit CaféHeißgetränkeangebote, Kombi-Deals Bewerbung von Coffee-to-go-Angeboten, belegten Brötchen oder warmen Snacks.
Drogerie / Apotheke (Beratungszone)Produktempfehlungen, Aktionshinweise
Möbelhäuser und EinrichtungsmärkteKommunikation von Speisen und Getränken in Kundenrestaurants oder Cafés
Discounter mit BackstationProduktverfügbarkeit, Preise in Echtzeit
Einkaufszentren und Food-CourtsÜbersichtliche Darstellung von Menüs, Aktionen und wechselnden Angeboten.

Neben Preisen und Produktnamen lassen sich Allergene, Nährwertangaben, Herkunftsinformationen sowie saisonale Aktionen abbilden – und das konform mit aktuellen Kennzeichnungspflichten.

Relevanz für den Einzelhandel

Kundinnen und Kunden erwarten heute aktuelle Informationen, eine klare Orientierung und attraktive Produktdarstellungen. Digitale Menüboards unterstützen dabei, Angebote sichtbar zu machen und Kaufentscheidungen direkt am Point of Sale zu beeinflussen.

Digitale Menüboards bieten dem stationären Handel aber auch operative Vorteile. Zu den wichtigsten Potenzialen gehören:

  • Schnelle Aktualisierung von Preisen und Sortimenten
  • Einheitliche Kommunikation über mehrere Standorte hinweg
  • Höhere Aufmerksamkeit durch Bilder, Animationen und Videos
  • Reduzierung von Druck- und Austauschkosten
  • Unterstützung saisonaler Kampagnen und Aktionsgeschäfte
  • Bessere Steuerung von Abverkauf und Zusatzverkäufen

Insbesondere Händler mit Gastronomie-, Backshop- oder Convenience-Angeboten können digitale Menüboards nutzen, um ihre Kundenkommunikation zu modernisieren und Informationen gezielt auszuspielen.

Wer digitale Menüboards standortübergreifend verwalten möchte, sollte bei der Auswahl einer Digital-Signage-Lösung insbesondere auf zentrale Steuerungsmöglichkeiten, flexible Inhaltsplanung und die Anbindung bestehender Systeme achten. Plattformen wie PRESTIGEenterprise unterstützen Unternehmen dabei, Menüboards und weitere Bildschirmanwendungen zentral zu organisieren und effizient zu betreiben.

Digitale Menüboards in einer modernen Fleischerei präsentieren warme Mittagsgerichte, Hausmannskost und Fleischspezialitäten mit Preisen. Die Frischetheke bietet eine große Auswahl an Fleisch- und Wurstwaren sowie verzehrfertigen Speisen. Das Bild zeigt den Einsatz von Digital Signage zur Kundeninformation, Angebotssteuerung und Verkaufsförderung am Point of Sale. KI-generiert
Digitale Menüboards in einer modernen Bäckerei informieren Kunden über Kaffeespezialitäten, Frühstücksangebote und belegte Brötchen. Gäste bestellen an der Verkaufstheke, während digitale Bildschirme Speisen, Getränke und Preise übersichtlich präsentieren. Das Bild zeigt den Einsatz von Digital Signage für Kundenkommunikation und Umsatzsteigerung am Point of Sale. KI-generiert
Professionelles Business-Porträt von Sandy Heinzmann, Marketingleiterin der Online Software AG im dunkelblauen Blazer vor hellem Bürohintergrund.

Über die Autorin

Sandy Heinzmann begleitet seit über 15 Jahren die digitale Entwicklung des stationären Handels. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie Technologie, Kommunikation und Kundenerlebnis am Point of Sale erfolgreich zusammenspielen. Bei der Online Software AG beschäftigt sie sich mit Themen wie Retail Media, Digital Signage, elektronischen Preisschildern, Automatisierung und Künstlicher Intelligenz. In ihren Fachbeiträgen verbindet sie Erfahrungen aus Handelsprojekten mit aktuellen Markt- und Technologietrends. Ihr Ziel ist es, komplexe Entwicklungen verständlich einzuordnen und praxisnahe Impulse für Händler und Handelsorganisationen zu liefern.

Mit Sandy Heinzmann auf LinkedIn verlinken

Online Software AG

Besuchen Sie uns in der Galileistraße 1, 69115 Heidelberg, oder kontaktieren Sie uns online.

+49 6221 40508-0

info@online-software-ag.de

+49 6221 40508-0

info@online-software-ag.de